Bei Versicherungen im Sport sind grundsätzlich zwei Bereiche zu unterscheiden:

Allgemeine Sportversicherung ARAG für

  • seine Vereine und Mitgliedsverbände als Organisationen (Körperschaften)

und für

  • Einzelpersonen als Mitglieder in den Vereinen, soweit diese Mitglieder dem BLSV gemeldet sind.


Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VGB) als staatliche Sozialversicherung

  • für Arbeitnehmer in einem Unternehmen (Sozialgesetzbuch VII). Sportvereine werden in diesem Sinne als Unternehmer interpretiert und unterliegen damit der zuständigen Berufsgenossenschaft VBG.


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Versicherte Sparten:

Unfallversicherung

  • Invalidität und Todesfallleistungen
  • Krankenhaustagegeld
  • Serviceleistungen (z. B. Krankentransport)
  • Reha-Unterstützung

Haftpflichtversicherung

  • Vereinshaftpflicht
  • Haftpflicht für Funktionäre und Mitglieder

Vertrauensschadenversicherung

Verwaltung der Vereinsgelder durch Vertrauenspersonen (Vorstand, Schatzmeister, Geschäftsführer)

  • Unterschlagung durch die Vertrauenspersonen
  • Diebstahl, Raub gegenüber den Vertrauenspersonen

Rechtsschutzversicherung

  • Schadenersatz-Rechtsschutz
  • Straf-Rechtsschutz
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

Für BLSV und seine Organisationen:

  • Arbeits-Rechtsschutz
  • Sozialgerichts-Rechtsschutz
  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht

Krankenversicherung

  • Zuzahlung bei Zahnersatz, Brillenschäden und Hilfsmitteln
  • Auslandsreisekrankenversicherung

Hinweis: Es handelt sich um eine ergänzende Krankenversicherung, die die persönliche Krankenversicherung nicht ersetzen kann.

Versicherte Organisationen

Der BLSV und siene Organisationen und Gliederungen, also bspw. Sportfachverbände und Mitgliedsvereine.

Kein Versicherungsschutz für

  • gewerbliche Unternehmungen, Gewerbebetriebe
  • die Ausrichtung von Veranstaltungen nationaler oder internationaler Verbände (Fremdorganisationen)


Umfang: Der Versicherungsschutz gilt weltweit (Ausnahme: Rechtsschutz nur in Europa und den Mittelmeeranrainerstaaten).


Unterscheidung zwischen Veranstalter und Ausrichter


Beispiel: Bei einer Deutschen Meisterschaft im Gerätturnen ist der DTB Veranstalter, ein Verein in Oberbayern, Mitglied im BLSV, ist der Ausrichter.

Für den Ausrichter besteht dabei kein Versicherungsschutz über die  „bayerische“ Sportversicherung. Den Versicherungsschutz hat der Veranstalter zu gewährleisten. Entsprechende vertragliche Regelung erforderlich.

Versicherte Personen

  • Alle Vereinsmitglieder, soweit bei der jährlichen Bestandsmeldung dem BLSV gemeldet
  • Funktionäre
  • Trainer, Übungsleiter, Schieds- und Kampfrichter (wenn Mitglied in einem BLSV-Verein und an den BLSV gemeldet; müssen aber nicht in dem Verein Mitglied sein, für den sie tätig sind)
  • Angestellte, Arbeiter, Mitarbeiterc gegen Vergütung sowie Helfer bei Veranstaltungen


Der Versicherungsschutz besteht bei der Durchführung des satzungsgemäßen Vereinsbetriebs - einschließlich Hin- und Rückweg (Wegerisiko).

Bei Veranstaltungen außerhalb des BLSV im In- und Ausland besteht Versicherungsschutz nur dann, wenn für die Teilnahme ein offizieller Auftrag des BLSV oder einer seiner Organisationen vorliegt.

Umfang: Der Versicherungsschutz gilt weltweit (Ausnahme: Rechtsschutz nur in Europa und den Mittelmeeranrainerstaaten).

Zusatzversicherungen

KfZ-Zusatzversicherung mit Rechtsschutz

Versichert selbst verschuldete Schäden an privat eingesetzten Pkw anlässlich von Vereinsfahrten - aufgrund der Funktion im Verein oder im Auftrag des Vereins. (= entspricht „Kaskoversicherung“)

Hinweis: Zu empfehlen, damit im Schadensfall Betroffene bei Fahrten für den Verein nicht auf dem eigenen Schaden sitzen bleiben.


Vermögensschaden-Zusatzversicherung

Haftpflichtschutz bei fehlerhaften Entscheidungen, die zu einem Schaden am Vereinsvermögen führen (= Schäden nicht gegenüber Dritten, sondern im Innenverhältnis) = D&O und Vermögensschaden-Haftpflicht


Reiseversicherung

Für Reisen und Fahrtveranstaltungen einschließlich der gesetzlich geforderten Kautionsversicherung.

Die Gesetzesregelung in §651 k Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), besagt, dass Veranstalter von Reisen ihre Reiseteilnehmer auch gegen Insolvenzen des Veranstalters absichern müssen.

Dieses Gesetz gilt nicht nur für kommerziell tätige Reiseveranstalter bzw. Reisebüros, sondern auch für Vereine und Verbände. Reiseveranstalter ist im Sinne des Gesetzes derjenige, der mindestens zwei Einzelleistungen einer Reise zu einem Gesamtpreis zusammenfasst, die nicht von ganz untergeordneter Bedeutung sind.


Versicherungsschutz für Nicht-Mitglieder (ohne Wege-Risiko)

z. B. für Sportkurse


Veranstaltungsversicherung

Für Veranstaltungen von Spitzenfachverbänden z. B. Deutsche Meisterschaft, die ein Verein /  Bayerischer Sportfachverband als Ausrichter im Auftrag des Spitzenfachverbandes = Veranstalter durchführt.


Sport-Sicherheitsprogramm (Gebäude- und Inventarversicherung)


Elektronikversicherung


Betriebshaftpflichtversicherung für Gewerbebetriebe


Nachmeldung neuer Mitglieder

Vereinsmitglieder sind nur dann über die Sportversicherung versichert, wenn sie dem BLSV gemeldet sind. Neumitglieder sind demnach zeitnah an den BLSV zu melden (§ 16 Abs. 1 Satzung BLSV, § 12 Satz 3 Aufnahmeordnung BLSV).

Da es den Vereinen nicht zumutbar ist, tagesaktuell sofort einen Neuzugang zu melden, bietet die ARAG als Sportversicherung nachfolgende Kulanzregelung an:

  • zeitnah
  • Kulanzfrist: 4 Wochen
  • Beitrittserklärung als Nachweis für den Zeitpunkt des Beitrittes im Schadensfall
  • kein Rechtsanspruch
  • letzte rechtlich verbindliche Entscheidung: ARAG

Kontakt

ARAG Versicherung

Georg-Brauchle-Ring 93
80992 München

Tel. 089 15702-223

vsbmuenchen(at)arag-sport.de

www.arag-sport.de

Die VBG als staatliches Sozialversicherungssystem ist für Arbeitnehmer oder – wie in Sportvereinen – auch für Arbeitnehmer ähnliche Tätigkeiten zuständig.

Die gesetzlichen Aufgaben der VBG sind grundsätzlich:

  • Prävention (Verhinderung von Arbeitsunfällen)
  • Rehabilitation (Wiederherstellung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit nach einem Arbeitsunfall)

Was bedeutet das für den Sportverein?

Unternehmen, die einer Berufsgenossenschaft (BG) zugehören – somit auch Sportvereine - müssen zum Jahresende eine Jahreslohnsumme (Entgeltnachweis) an die zuständige BG melden, auf deren Basis der Beitrag errechnet wird.  

Zur Vereinfachung hat der DOSB für zugehörige Sportvereine eine Pauschalvereinbarung mit der VBG abgeschlossen, der sich auch der BLSV angeschlossen hat. Beiträge werden über die jährliche Verbandsrechnung des BLSV erhoben und an die VBG weitergeleitet.

Weitere Informationen und eine umfangreiche Broschüre der VBG


Bezüglich Prävention ist für Sportvereine insbesondere interessant, dass die VBG

  • die Kosten für die Erste-Hilfe-Ausbildung für Übungsleiter und die diesbezügliche Fortbildung übernimmt (= Ersthelfer)
  • kostenlose Seminare anbietet zur Unfallverhütung im Sport

 

Über die VBG versichert sind im Sportverein

  • Arbeitnehmer  
  • Arbeitnehmer ähnliche Tätigkeiten


Nicht versichert sind

  • ehrenamtliche Tätigkeiten
  • Tätigkeiten, die sich aus der üblichen oder satzungsgemäßen Mitgliedschaftsverpflichtung ergeben.


Das heißt vereinfacht im Grundsatz:
Tätigkeiten, die dem Arbeitsmarkt zugänglich sind oder auf dem Arbeitsmarkt eingekauft werden können, sind als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmer ähnliche Tätigkeiten zu interpretieren. Ehrenamtliche Tätigkeit oder gelegentliche Mithilfe im Verein (= Mitgliedschaftsverpflichtung) sind dieser Kategorie nicht zuzuordnen und unterliegen damit nicht der VBG.


Freiwillige Ehrenamtsversicherung

Seit Januar 2005 haben gewählte Ehrenamtsträger in gemeinnützigen Einrichtungen – also auch gemeinnützige Sportvereine – jedoch die Möglichkeit, eine freiwillige Ehrenamtsversicherung abzuschließen (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB VII)

Ebenso können „beauftragte Personen“ über diese freiwillige Ehrenamtsversicherung abgesichert werden.

Versichert werden Positionen, nicht Personen. Die freiwillige Ehrenamtsversicherung kann über den BLSV abgeschlossen werden. Der
Beitragssatz beträgt derzeit € 2,73 je freiwillig versicherter Position.

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