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Gold und Bronze im Gerätturnen

Kategorie: Gerätturnen
13.09.2018 19:15

Turn-Team Bayern überzeugt beim Deutschlandpokal der Senioren

Das erfolgreiche Team Bayern

5. Sieg in Folge für die Männer

Bronze für das Frauen-Team 40+

Grund zum Feiern: Team Bayern beim Festabend

Der Deutschlandpokal der Seniorenmannschaften wurde dieses Jahr wieder vom Thüringer Turnverband ausgerichtet und fand in Waltershausen in der Nähe von Gotha statt.

Für den BTV waren ein Frauenteam 30+, ein Frauenteam 40+ und ein Männerteam 45+ angereist.

Für das Männerteam waren diesmal am Start: Wilfried Hofer, Thomas Gerhard, Michael Weigand, Toralf Wolf und Stefan Schmitz.
Nachdem die beiden langjährigen Stammturner des Teams, Phu Ngyen und Alexander Baum, verletzungsbedingt nicht antreten konnten, war für das Team um Wilfried Hofer nicht klar, wie stark die gemeldet Mannschaft sein würde. Die Devise für die Männer war eindeutig, den 5. Sieg hintereinander für das Team Bayern zu holen. Bereits am Boden kristallisierte sich eine stabile Mannschaftsleistung heraus. Jeder turnte taktisch klug und achtete auf eine saubere Ausführung. Am Pauschenpferd fanden sich gerade 3 Turner, die sich dem Gerät stellten. Pauschenpferd war auch an diesem Wettkampftag das Streichresultat des Teams.
Sprung und Barren wurden ebenfalls unaufgeregt und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung absolviert, so dass am Reck letztendlich der Grundstein für den Erfolg gelegt wurde. Thomas Gerhard, ehemaliger Bundesligaturner, lieferte die wichtige Reckwertung. Den Bayern dicht auf den Fersen waren diesmal die Männer aus Sachsen, die jedoch am Sprung und am Reck durch erhebliche Fehler den greifbaren Sieg wieder aus den Händen gaben und das Team Bayern an sich vorbei ziehen ließen. 
In der Endabrechnung siegte das Team Bayern mit 139,650 Punkten knapp vor Sachsen mit 137,600 Punkten. Dritter wurde das Team des Märkischen Turnerbundes (Brandenburg). Insgesamt traten 7 Landesverbände an.

Damit haben die Männer sicher etwas Historisches beim Deutschlandpokal erreicht. Seit 2014 hat in dieser Wettkampfklasse kein anderes Team mehr den Pokal holen können.

Für einen Überraschungscoup sorgten diesmal die Frauen des Teams 40+. Verstärkt durch die ehemalige italienische Jugendnationalturnerin Desiree Girgenti (TV Kaufbeuren) und die Australierin Deborah Giveen (DJK Würzburg), sowie komplettiert durch die Routiniers Karen Engelhardt (TSV Unterpfaffenhofen-Germering) und Ute Keidel (TSV Fürth), begann die Mannschaft am Stufenbarren zunächst noch etwas zurückhaltend. Aber bereits die mit Schwierigkeiten gespickten und präzise vorgetragenen Bank-Übungen brachten den Damen das zweitbeste Ergebnis aller teilnehmenden Teams ein. Für Desiree Girgenti gab es dabei eine besondere Auszeichnung – Standing Ovations durch die Kampfrichterinnen bei Verkündung der vollen Punktzahl für ihren perfekten Auftritt. Das gleiche Kunststück brachte sie gleich am Boden nochmal zustande, und auch ihre Kameradinnen sammelten mit ihren ansprechenden Küren fleißig Punkte aufs Mannschaftskonto. Solide Sprünge rundeten den Wettkampf ab. Bei der Siegerehrung dann das unerwartet positive Ergebnis: das Team erreichte hinter der Mannschaft des Badischen Turnerbundes und dem Team Thüringen den 3. Platz unter 11 teilnehmenden Mannschaften aus 10 Landesverbänden. Teamchefin Claudia Bendel (TSV Unterpfaffenhofen-Germering), die verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte, dafür aber die organisatorische Arbeit rund um das Team wieder einmal souverän durchführte, war über dieses Ergebnis hocherfreut. 

Den sportlichen Erfolg rundeten die jungen Seniorinnen 30+ (Eva Nägele, TSV Unterpfaffenhofen-Germering; Julia Wüllner, TV Sailauf, Sarah Kaim, TSV 08 Kulmbach, Anja Barwig und Susanne Wolf, beide TV Planegg) ab mit einem guten 9. Platz in dem mit einigen ehemaligen Liga-Turnerinnen sehr stark besetzten Feld von 11 teilnehmenden Landesverbänden.

Großes Lob muss man dem Ausrichter TGV Waltershausen und allen voran seinem Verantwortlichen  Björn Preuster aussprechen. Nicht nur der Wettkampf fand in einem hoch professionellen Rahmen statt, auch die obligatorische Abendveranstaltung war für alle Teilnehmer ein Highlight. Die bayerischen Damen und der „Urbayer“ Stefan Schmitz aus dem Werdenfelser Land erfreuten das Publikum wieder mit ihrer bunten Trachtenvielfalt und gelebter bayerischer Tradition.

Für die nächsten bayerischen Mannschaften beim Deutschlandpokal 2019, der voraussichtlich in Heidelberg stattfinden wird, und dem Ausrichter liegt die Latte somit in auf jeden Fall hoch. Hoffen wir, dass aus dem erfolgreichen Team Bayern 2018 wieder viele Aktive mit von der Partie sind. 

 

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