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Georg Reischl ist Senioren-Weltmeister!

Kategorie: Orientierungslauf
13.07.2019 15:30

Im lettischen Riga sichert sich der Seniorenläufer des TV Osterhofen die WM-Krone über die Mitteldistanz in der Kategorie M 85. Kristin Ritzenthaler (TSV Jetzendorf) wird über die Sprintdistanz in W 45 Zweite.

Georg Reischl (TV Osterhofen) ganz oben auf dem WM-Podium in M 85 über die Mitteldistanz

Georg Reischl (TV Osterhofen) ganz oben auf dem WM-Podium in M 85 über die Mitteldistanz

3.700 Teilnehmer aus aller Welt waren in Lettland am Start - hier die Arena der Sprint-Qualifikation

3.700 Teilnehmer aus aller Welt waren in Lettland am Start - hier die Arena der Sprint-Qualifikation

Der Weg zum Start der Langdistanz führte direkt am Ostseestrand entlang

Der Weg zum Start der Langdistanz führte direkt am Ostseestrand entlang

Zielposten der WMOC-Langdistanz am Abschlusstag

Zielposten der WMOC-Langdistanz am Abschlusstag

Georg Reischl vom TV Osterhofen ist seit vielen Jahren und Jahrzehnten einer der Leistungsträger im bayerischen OL-Sport. Kein anderer bayerischer Orientierungsläufer hat so viele Titel bei Deutschen Meisterschaften gewonnen wie der 85-Jährige. Nun krönte er seine eindrucksvolle Sportkarriere mit dem Gewinn des Weltmeistertitels bei den World Masters Orienteering Championships (WMOC), die bei wechselhaftem Wetter mit Sonne, Wolken und Regen eine Woche lang in und um Lettlands Hauptstadt Riga ausgetragen wurden.

Im Feld der 3.700 Orientierungsläufer aus aller Welt im Alter von 35 bis über 90 Jahren standen auch vier Aktive aus Bayern. Über die Sprintdistanz konnten sich mit Kristin Ritzenthaler (TSV Jetzendorf) in W 45 und Georg Reischl (TV Osterhofen) in M 85 zwei davon für die A-Finals qualifizieren. Diese wurden in den Gassen der historischen Altstadt von Riga ausgetragen. Kristin Ritzenthaler lieferte ein sehr starkes Rennen und lief auf Rang zwei ins Ziel. Dass sie sich nicht Vizeweltmeisterin nennen darf und auch keine Medaille erhielt, hat sie einer fragwürdigen Entscheidung der Jury zu verdanken, die aufgrund der Beeinträchtigung einzelner Kategorien durch ein auf der Karte offen gezeichnetes, aber im Gelände verschlossenes Tor den Großteil der Kategorien annullieren ließ - auch wenn die Beeinträchtigung in anderen Kategorien verschwindend gering bis fast nicht vorhanden war. Eine der wenigen gewerteten Kategorien - nur sieben von 24 - war die Altersklasse M 85, wo Georg Reischl mit Rang sieben in die Top Ten kam.

In der Qualifikation für die Wald-Wettbewerbe Mittel und Lang konnte sich Georg Reischl als einziger bayerischer Läufer für die A-Finals qualifizieren. Bei der Entscheidung über die Mitteldistanz am Tag darauf im gleichen Gelände, das sich durch ein orientierungstechnisch anspruchsvolles, feinkupiertes Geländerelief auszeichnete, lief er das Rennen seines Lebens, ließ die gesamte Konkurrenz hinter sich und krönte sich zum Weltmeister - die Erfüllung eines Lebenstraums. Ebenfalls ein starkes, fehlerfreies Rennen zeigte Ralph Körner (OLV Landshut) im B-Finale der Kategorie M 35, wo er sich mit Rang 5 für den Aufstieg ins A-Finale für die abschließende Langdistanz qualifizierte.

Dieses Rennen fand in Lilaste nordöstlich von Riga direkt an der Ostseeküste statt. Der Weg zum Start führte dabei am Strand entlang, das Gelände zeigte sich durch Blaubeersträucher und teils sandigen Untergrund teils schwer belaufbar, mit anspruchsvollem Geländerelief und mehr Höhenmetern als an den Vortagen. Georg Reischl konnte in M 85 an diesem Tag zwar nicht mehr in den Kampf um die Medaillen eingreifen, belegte aber mit Rang sechs erneut eine Spitzenplatzierung. In M 35 blieb Ralph Körner erneut fehlerfrei und platzierte sich auf einem achtbaren 44. Rang.

Bei den Rahmenwettbewerben im Rahmen der WMOC konnte Ralph Körner sehr gute Platzierungen einfahren. Beim Indoor-Event auf sechs Ebenen des Daugava-Stadions von Riga platzierte er sich unter den knapp 80 Startern auf der langen Bahn auf Rang fünf. Bei den beiden Trail-O-Wettbewerben schaffte er es jeweils aufs Podium: beim ersten PreO in Riga trennte ihn auf Platz drei nur ein einziger Fehler vom Sieg, den zweiten PreO in Priedaine ließ er der Konkurrenz dann aber keine Chance und gewann den Wettbewerb.

Text & Bilder: Ralph Körner

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