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Ralph Körner überzeugt bei Trail-O-Europameisterschaft

Kategorie: Orientierungslauf
06.05.2018 16:30

Der Athlet des OLV Landshut orientiert im slowakischen Bratislava im PreO Einzel auf Rang 15 und sichert sich mit der deutschen Staffel sogar Diplomplatz fünf.

Ralph Körner (OLV Landshut) vertrat die deutschen Nationalfarben bei den European Trail Orienteering Championships in der Slowakei.

Ralph Körner (OLV Landshut) vertrat die deutschen Nationalfarben bei den European Trail Orienteering Championships in der Slowakei.

Volle Konzentration ist gefragt bei den gezeiteten Posten der Disziplin TempO.

Volle Konzentration ist gefragt bei den gezeiteten Posten der Disziplin TempO.

Bis zu sechs Posten ("Alpha", "Bravo", "Charlie", "Delta", "Echo", "Foxtrot") sind bei jeder Aufgabe im Präzisionsorientieren zu sehen. Der Athlet muss aus der Entfernung bestimmen, welcher der Posten - oder keiner von ihnen - dem in seiner Karte verzeichneten Standort entspricht.

Als erster bayerischer Athlet überhaupt stand Ralph Körner (OLV Landshut) in der Nationalauswahl für die Europameisterschaften im Präzisionsorientieren (Trail Orienteering, kurz Trail-O) rund um die slowakische Hauptstadt Bratislava. Zwar ist er in der dem Orientierungslauf verwandten Sportart noch ein Newcomer, kann dort aber auch auf seine langjährige Erfahrung im Orientierungslauf zurückgreifen.

Bereits der Auftakt der Wettbewerbe in der Slowakei mit der Entscheidung in der Disziplin PreO verlief für Ralph Körner nach Maß. Am ersten Tag des in zwei Etappen ausgetragenen Wettbewerbs konnte er im feinkupierten Gelände nahe Stupava 23 der 24 Posten in den zahlreichen Mulden, Senken, Gräben, Hügeln und Kuppen korrekt zuordnen und blieb auch bei den beiden zur Binnendifferenzierung bei Punktgleichheit dienenden gezeiteten Posten fehlerfrei, so dass er sensationell auf Rang acht im 100 Teilnehmer großen Feld der offenen Kategorie (in Abgrenzung zur paralympischen Kategorie für Sportler mit Behinderung) in Schlagdistanz zu den Medaillen- und Diplomplätzen lag.

Auch am zweiten Tag, wo 27 anspruchsvolle Posten überwiegend an Steinen und Felsen in einem tief eingeschnittenen Tal nahe Plavecký Mikulaš zu lösen waren, zeigte er eine gute Performance und löste 26 Aufgaben korrekt. Leider unterliefen ihm bei den gezeiteten Posten zwei weitere Fehler, was aufgrund der niedrigen Fehlerdichte an diesem Tag nur für Tagesplatz 43 reichte, aber in der Gesamtwertung den achtbaren 15. Platz als bester deutscher Teilnehmer bedeutete.

Im Staffelrennen rund um und in der Burg von Devín stellte Deutschland erstmals bei internationalen Meisterschaften ein Team. Das deutsche Trio zeigte eine ausgeglichen gute Leistung und war von Beginn an im Spitzenfeld vertreten. Ralph Körner an Position zwei startend blieb bei den elf Posten im PreO-Teil im parkähnlichen Gelände fehlerfrei und leistete sich bei den beiden abschließenden acht TempO-Aufgaben nur einen einzigen Fehler. Da auch den beiden anderen Staffelmitgliedern nur jeweils ein einziger Fehler unterlief, schaffte es die deutsche Staffel sensationell auf den fünften Rang und damit in die Diplomplätze der offenen Kategorie.

Den Abschluss der Wettbewerbe bildete die Entscheidung im TempO, dem Hochgeschwindigkeitsorientieren, Posten ausschließlich unter Zeitdruck korrekt gelöst werden müssen. Im anspruchsvollen, flachen Hochwaldgelände nahe Borský Mikulaš mit zahlreichen Hügeln und Kuppen musste Ralph Körner seiner geringen TempO-Erfahrung etwas Tribut zollen. In seinem Qualifikationsrennen unterliefen ihm sieben Fehler, so dass er mit Rang 36 unter den 55 Teilnehmern den Einzug ins Finale klar verpasste und dort nur Zuschauer war. Dennoch bleibt nach den vier Wettkampftagen von Bratislava ein positives Fazit und zwei erfolgreiche Resultate in Einzel und Staffel.

Text: Ralph Körner
Bilder: Anne Straube

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