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D-Kader Sommertrainingslager in Pielenhofen

Kategorie: Orientierungslauf
18.08.2020 18:49

Warme Tage, kalte Nächte und viel Spaß

Erfrischung in der Naab

Siegerkuchen vom "Beerenlauf"

Trotz den Schwierigkeiten, die die Corona Pandemie mit sich bringt, muss das Training weitergehen. Als Vorbereitung auf die kommenden Wettkämpfe im Herbst oder spätestens im nächstes Jahr. Unabhängig davon kann man immer daran arbeiten, besser im Orientieren zu werden und so traf sich der bayrische D-Kader vom 26. Juli bis zum 02. August 2020 auf dem Zeltplatz in Pielenhofen um acht Tage lang qualitativ hochwertig zu trainieren.

                Tag 1: Vom Regen in den Wald

Die meisten Athleten und Betreuer sind am Sonntagnachmittag angereist und wurden erst mal von einem heftigen, dafür kurzen Gewitter heimgesucht. Dies steigerte die Vorfreude auf die erste Trainingseinheit - einen Nacht-OL. Nach dem kurzen Regen konnte man ohne Bedenken in den angrenzenden Wald starten. Eigentlich kein echter Nacht-OL, da es im Wald erst ab 22:00 Uhr richtig dunkel wurde, war es dies ein Dämmerungslauf. Die Aktiven hatten trotzdem viel Spaß daran, seit langem wieder eine Trainingskarte in der Hand und eine Lampe auf dem Kopf zu haben und durch den Wald zu laufen.

                Tag 2: Höhenlinien sind sowieso besser als Vegetation

Nach einer morgendlichen Laufrunde ging es auf die andere Uferseite in das benachbarte Penkertal. Zuerst stand einen Höhenlinien-OL auf dem Plan, es ist also zwingend notwendig die Objekte auf der Karte zu vereinfachen. Die Schwierigkeit dabei war, dass das Gelände viele Dickichte und Unterholz enthält. Beim Höhenlinien-OL befinden sich nur braune Objekte auf Karte, also kein Grün, keine Wege oder Steine. Für alle war das eine echte Herausforderung, insbesondere da das Gelände für die Postensetzer mit einer vollständigen Karte schon Probleme bereitet hat. Am Nachmittag gab es dann auf der gleichen Karte (wieder nur mit Höhenlinien) noch einen Linien-OL. Der Rückweg zum Zeltplatz war dann noch einmal ein richtiges Abenteuer. Die Entfernung zum Zeltplatz beträgt Luftlinie nur ca. 500 m, jedoch geht dieser kurze Weg durch die Naab – zum Tagesabschluss gab es damit eine erfrischende Schwimmeinheit in der kühlen Naab.

                Tag 3: Wie OL aber nur Nass

Nach dem Morgenlauf und einem Frühstück, ging es zum Kanu-OL. In Kallmünz stiegen dreier Teams in ein Kanu. Flussabwärts gab es drei Punkte, an denen man aussteigen und drei Posten anlaufen musste. Gab es auf der erste Hälfte der Strecke noch ein kompaktes Feld, kam es auf der zweiten Hälfte zu einem ausgedehnten Kopf-an-Kopf Rennen zwischen zwei Booten, die sich nichts geschenkt haben, wodurch der ursprüngliche Ruhe-Tag für einige doch nicht so erholsam war, wie für Andere. Am Abend wurde gemeinsam gegrillt und gespielt. Riccardo Casanova, Mitglied des Bundeskaders, gab einen inspirierenden Vortrag zur mentalen Wettkampfvorbereitung.

                Tag 4: Sprung ins kalte Wasser

Der Morgensport um 7:30 Uhr sorgte für Fragezeichen in den Gesichtern: Schwimmen stand auf dem Programm. Fragestellungen „wie kann man so früh überhaupt über Wasser bleiben?“ und „ist das Wasser nicht kalt?“ konnten mit dem erfrischenden Start in den Morgen aber beantwortet werden. Ein Warm-up Programm mit Schwunggymnastik und Lauf-ABC bot eine ideale Trainings/Wettkampf Vorbereitung auch für die Läuferzukunft. Das Training im Wald, bekannt vom Nacht-OL am ersten Tag, wurde für „Steigerungsläufe im Wald“ genutzt. Dabei waren Strecken mit je 4 Posten abgesteckt, die man mit voller Geschwindigkeit zu laufen waren. Ein neue Erfahrung für alle, da normalerweise im Wald langsamer gelaufen wird, als auf der Straße. Am Nachmittag fand dann noch eine Schleppstaffel in Waldetzenberg statt. Besondere Herausforderung war das Alter der Karte, die einige neue Wege und ein neues Dornen-Feld bot. Am Abend sorgte Geli Weid mit ihren Team wie an allen Tagen für ein hervorragendes Abendessen.

                Tag 5: „Sprintstaffel“…

Statt der angekündigten Sprintstaffel ging es für den D-Kader auf die Laufbahn im oberen Wöhrd in Regensburg. Dies sorgte für kleinere Proteste, aber den Bahntest und der O-400 wurde vor dem Besuch der Beerenmeile von allen erfolgreich gemeistert und auch von fast allen die Norm für das kommende Jahr erfüllt. Auf der Beerenmeile gab es selbstgemachte Pizzen und leckere Smoothies auch jede Menge an Beeren zum selber pflücken. Eine Sammlung von 5 kg zweier eifriger Pflücker sorgte in den nächsten Tagen für einen guten Vitaminschub. Abgerundet wurde der Besuch durch einen Kuchen-OL, wobei die drei Gruppen einen Score-OL absolvierten und dabei die Zutaten für einen Kuchen sammelten. Sieger wurde das Team, welches einen leckeren Kuchen kreieren konnte, der gut aussah und lecker schmeckte.

                Tag 6: Der Weg geht durchs Dickicht und ist lang

Ein deutlicher früherer Start in den Tag mit Schwimmen in der Naab um 06:30 Uhr ermöglichte einen Besuch des Bayern-Lab in Nabburg. Dort gab es eine Einführung in die digitale Vermessung, eine interaktive Stadtbesichtigung und einen Einblick dahingehend, wie junge Menschen für Technik begeistert werden können. In Ihrlerstein gab es einen Kompassblindflug im wahrsten Sinne des Wortes: die Karte über 14 Jahre alt, viel mehr Grün und dichteres Unterholz. Man musste blind dem Kompass vertrauen und hoffen nicht zu weit abzutriften. Beim Nacht-OL in Wolfsegg war es wirklich dunkel, da gewartet wurde bis es richtig dunkel war und nur noch die Stirnlampe für Helligkeit sorgte.

                Tag 7: Und es wird noch heißer…

Dehnübungen und Routenwahltraining, welches gut liegend im Schatten absolviert werden konnte, waren am Tag 7 ein lockerer Einstieg. Einer des Zweierpaares zeichnete spontan eine Verbindung auf einer Karte ein – der zweite musste schnellstmöglich eine Route einzeichnen. Dabei zeigten sich die verschiedensten Möglichkeiten und Prioritäten der Läufer bei einer Routenwahl. Am Nachmittag gab es ein Massenstarttraining in Nittendorf, wobei nicht immer die schnellste Zielzeit für besonderen Ansporn sorgte.

                Tag 8: Alles hat ein Ende und dieses war Nass

Die letzte Einheit der Trainingswoche für den bayerischen D-Kader war ein Jagdstart in dem wohlbekannten Wald vor dem Zeltplatz. Hierfür wurden noch einmal die letzten Reserven mobilisiert und um jede bessere Platzierung gekämpft. Rechtzeitig nach der Abfahrt vom Zeltplatz kam wieder ein Gewitter, wie schon zu Beginn des Trainingslagers, welches die unsere Spuren einer Trainingswoche geschickt weg gewaschen hat als wäre nichts passiert.

Text: Philipp Schwarck, Bearbeitung: Thomas Döhler

Bilder: folgen demnächst

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