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Zwei Bayern holen sich Titel bei Deutscher Meisterschaft

Kategorie: Orientierungslauf
14.09.2021 20:31

Im Harzort Wildemann fanden die Deutschen Meisterschaften Mitteldistanz-OL und ein Bundesranglistenlauf statt

Riccardo Casanovo (links) von der OLG Regensburg ist Deutscher Meister Mitteldistanz

Nach fast zwei Jahren Pause konnten sich die Orientierungsläufer endlich wieder auf nationaler Ebene treffen und bei Deutschen Meisterschaften und einem Bundesranglistenlauf ihr Können mit den Läuferinnen und Läufern aus anderen Bundesländern messen.

Eingeladen hatte der MTV Seesen in den Harzort Wildemann zu einem Vier-Wettkämpfe-Wochenende. Start ins Wochenende war ein Sprint-OL am Freitagabend, der von deutlich weniger OLern wahrgenommen werden konnte, da für viele am Freitag noch die Anreise zu absolvieren ist. Weit über 600 Starter gab es dann am Samstag bei der Deutschen Meisterschaft im Mittel-OL.

Im ehemaligen Bergbaugebiet gab es tiefe Löcher, ein diffizieles Karten- und Landschaftsbild, einen schwer belaufbaren Wald und zu guter Letzt noch steile Hänge, die sowohl hochzu wie auch abwärts herausfordernd waren.

In der Herren Elite holte sich WM-Teilnehmer Riccardo Casanova von der OLG Regensburg seinen ersten Titel als Deutscher Meister in 42:57 min auf der 5,2 km langen, mit 270 Höhenmeter und 23 Posten gespickten Strecke. Routinier Georg Reischl vom TV Osterhofen überzeugte auch in diesem anspruchsvollen Gelände und gewann die H 85 mit fast 20 min Vorsprung.

Im Nachwuchsbereich errangen Juliane Burgmair (OLG Regensburg) in der D 14 und Jack Hay (OC München) in der H 14 jeweils den zweiten Platz. Platz 2 und 3 ging in der D 20 an Jasmin Hertel und Ines Schikora (beide OLG Regensburg).

Angelika Weid vom TV Coburg-Neuses lief in der D 70 auf den Silberrang.

Am Samstagnachmittag wurde noch ein Pre-O oder Trail-O angeboten, um diese Art des Orientierungssports weiter bekannt zu machen und Interessenten zu gewinnen.

Bundesranglistenlauf am Sonntag

Der Bundesranglistenlauf wurde als Lang-OL durchgeführt, was spätestens beim Studium der Bahndaten allen Läuferinnen und Läufern so richtig bewusst wurde. Gefordert war Stehvermögen auf den teils sehr langen Strecken zwischen einzelnen Posten, die die richtige Routenwahl forderten. Die Entscheidung lag bei - Quer durch mit vielen Höhenmetern und schwer belaufbar oder weite Umwege auf Wegen. Hier mussten die eigenen Kräfte gut eingeschätzt werden.

Riccardo Casanova lief in der Elite auf Platz zwei, Juliane Burgmair gewann in der D 14 (beide OLG Regensburg) und Jakob Oechler die H 16 (OLV Landshut).

In der D 19 A-Lang gewann Sophie Kraus von der OLG Regensburg, die Plätze drei und vier gingen an ihre Vereinskolleginnen Ines Schikora und Jasmin Hertel. Blandine Ehrl vom OL Forstern in der D 35 und Ronny Natho vom OC München in der H 40 sicherten sich Rang 2, Angelika Weid belegte Platz 3 in der D 70 und Georg Reischl gewann in der H 85 auch den Bundesranglistenlauf.

 

Text: Thomas Döhler, Bild: Klemens Janischowsky

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