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Lukas Dauser für das Barren-Finale bei der WM qualifiziert

Kategorie: Gerätturnen
02.11.2018 10:10

Es war ein Kampf für die beiden Unterhachinger Marcel Nguyen und Lukas Dauser beim Mehrkampf-Finale der WM in Doha. Zumindest ein Finalplatz sprang für den Wahl-Berliner Dauser heraus.

Marcel Nguyen (Archiv; Foto: Chen)

Die beiden DTB-Turner platzierten sich in dem Feld der besten internationalen Mehrkämpfer auf den Rängen 20 und 24. Nguyen kam dabei auf 79,132 Punkte und Teamkollege Dauser erzielte 76,730 Zähler. Neuer Mehrkampfweltmeister wurde der Russe Artur Dalaloyan der mit 87,598 punktgleich mit dem Chinesen Xiao Ruoteng lag. Durch die im Vergleich höhere Anzahl der gewonnenen Geräte gewann Dalaloyan.

„Ich bin nicht enttäuscht über das Ergebnis. Es war klar, dass ich mit diesem recht leichten Programm im Mehrkampf nicht vorne mitturnen kann, sondern es mache, um der Mannschaft zu helfen“, sagte Marcel Nguyen, der mit 31 Jahren ältester Starter des Feldes war. Für Lukas Dauser war der Verlauf des Finales deutlich bitterer. „Es war schwer, ein bisschen ein gebrauchter Tag. Ich habe nicht gut an den Ringen begonnen, mich dann am Sprung ganz gut zurückgekämpft aber am Barren leider vergriffen. Am Ende verliere ich da alleine drei Punkte“, erklärte Dauser.

Allerlei Widrigkeiten verhinderten bessere Platzierungen

Das Finale der besten 24 Athleten war tatsächlich von Widrigkeiten gezeichnet für die DTB-Männer. Marcel Nguyen musste bereits bei seinem Auftakt am Sprung einen Dämpfer einstecken. Den Roche (Handstützüberschlag mit Doppelsalto), den er sonst mit so viel Übersicht beherrscht, bekam er diesmal nicht richtig in den Stand und stolperte rückwärts auf die Matte. Auch am Reck musste der Stuttgarter deutliche Abzüge hinnehmen. Zwar blieb er an der Stange und turnte seine Flugelemente ohne größere Probleme, aber die Ausführung der Inhalte wurde mit deutlichen Abzügen bedacht. Am Boden gelang dem olympischen Silbermedaillen Gewinner der Spiele von 2012 dann eine gute Darbietung mit sauberen Ständen und einer guten Wertung von 14,000 Zählern. Auch an den Ringen blitzte die Klasse von Marcel auf, der hier starke 14,066 Punkte sicherte.

Teamkollege Dauser hatte ebenfalls bereits zum Auftakt Probleme, aber an den Ringen. Nach einem guten Sprung lief es am eigentlichen Paradegerät Barren aber erneut unrund. Er verpasste beim Makuts mit einer Hand den Holm und musste sich 12,433 Punkten zufrieden geben. Lukas Dauser darf sich hier aber noch mal im Gerätfinale am Samstag beweisen. Am Boden, Reck und Pauschenpferd kam 25-Jährige ohne gröbere Fehler durch das Programm.

Die Turn-WM im Stream und im TV

Sportschau.de/ SWR Sport

  • Freitag: 2. November, 14 - max. 17.30 Uhr Finale Einzelgeräte ( Boden, Seitpferd, Ringe bei den Männern sowie Sprung und Stufenbarren bei den Frauen + Siegerehrungen), Reporter: Philipp Sohmer
  • Samstag: 3. November, 14 - max. 17.30 Uhr Finale Einzelgeräte ( Sprung, Barren, Reck bei den Männern und Schwebebalken und Boden bei den Frauen + Siegerehrungen), Reporter: Florian Winkler und Michelle Timm

    Lineares TV
    In der ARD Sportschau am Samstag, 3. November 2018 von 17.10 - 17.55 Uhr

    FIG
  • Live-Scoring während der Qualifikation und den Finals
    Turn-Team Deutschland Männer: Freitag, 26. Oktober, 13.30 Uhr
    Turn-Team Deutschland Frauen: Samstag, 27. Oktober, 12.30 Uhr

    Highlightvideos auf dem Youtube-Kanal der FIG.

    Quelle: DTB


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