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Bavarian Orienteering Tour 2018 - eine wunderbare OL-Woche

Kategorie: Orientierungslauf
18.08.2018 16:30

350 Orientierungsläufer aus 25 Ländern erkunden in fünf Etappen und sechs Tagen Bayern nicht nur sportlich, sondern auch kulturell. Viel Lob für den Förderverein OL Bayern und die fünf ausrichtenden Vereine.

Gut gelaunte Teilnehmerinnen an einem Posten der ersten Etappe in Bamberg

Gut gelaunte Teilnehmerinnen an einem Posten der ersten Etappe in Bamberg

Start zur zweiten Etappe in Süssenbach

Start zur zweiten Etappe in Süssenbach

Geländeimpression der zweiten Etappe in Süssenbach

Geländeimpression der zweiten Etappe in Süssenbach

Teilnehmerimpressionen der zweiten Etappe in Süssenbach

Teilnehmerimpressionen der zweiten Etappe in Süssenbach

Teilnehmerimpressionen der dritten Etappe in Passau

Teilnehmerimpressionen der dritten Etappe in Passau

Kulisse der dritten Etappe in Passau

Kulisse der dritten Etappe in Passau

Glückliche Teilnehmer bei der vierten Etappe in Regensburg

Glückliche Teilnehmer bei der vierten Etappe in Regensburg

Genau navigieren musste man im Bereich der Burg Trausnitz bei der fünften Etappe in Landshut

Genau navigieren musste man im Bereich der Burg Trausnitz bei der fünften Etappe in Landshut

Orienteering meets History - der Slogan bestens mit Leben gefüllt wurde bei der fünften Etappe in Landshut. Wann sonst kann man direkt in einer mittelalterlichen Burg OL betreiben?

Orienteering meets History - der Slogan bestens mit Leben gefüllt wurde bei der fünften Etappe in Landshut. Wann sonst kann man direkt in einer mittelalterlichen Burg OL betreiben?

Gesamtbild der Medaillengewinner bei der abschließenden Siegerehrung im Landshuter Salzstadel.

Gesamtbild der Medaillengewinner bei der abschließenden Siegerehrung im Landshuter Salzstadel.

"Orienteering meets History", so lautete der Slogan der zweiten Auflage der Bavarian Orienteering Tour. Wie schon bei der Premiere 2012 gelang es dem veranstaltenden Förderverein OL Bayern und den fünf Ausrichtervereinen, mit einem vielfältigen Orientierungslauf- und Sightseeingangebot dieses Motto mit Leben zu füllen und den rund 350 Teilnehmern aus 25 Ländern eine wundervolle OL-Woche in Bayern zu präsentieren.

Eine Woche Traumwetter, eine Geländevielfalt die ihresgleichen sucht, zwei UNESCO-Welterbestädte, weitere touristische Highlights Bayerns, zahlreiche Impressionen und eine perfekte Organisationsleistung aller Beteiligten bildeten die Grundlage für den Erfolg dieser Veranstaltung, auf die das Organisationsteam um Gesamtleiter Ralph Meißner bereits monatelang im Vorfeld hingearbeitet hatte.

Auftakt im Michelsberger Wald in Bamberg

Der Startschuss der Tour fiel in Bamberg, wo der TV 1894 Coburg-Neuses als erste Etappe einen Langdistanz-OL im Michelsberger Wald vorbereitet hatte. Der dicht bewachsene Laubwald sorgte für anspruchsvolle Postenverbindungen. Dennoch war die Belaufbarkeit meist gut, so dass die knapp 300 Teilnehmer der Etappe bei strahlendem Sonnenschein einen schönen Tour-Auftakt erlebten.

Am Nachmittag wurden Stadtführungen durch die UNESCO-Welterbestadt Bamberg in mehreren Sprachen angeboten, bei denen die Teilnehmer viel Interessantes zu Stadt und Dom erfahren konnten.

Felsen satt im Stubenthal bei Süssenbach

Die zweite Etappe wurde vom TSV Bernhardswald in Süssenbach ausgerichtet. Auf der Karte "Stubenthal" wartete eine Mitteldistanz auf die Tour-Teilnehmer. Die internationalen OL-Gäste zeigten sich vom imposanten Felsengelände sichtlich beeindruckt und waren voll des Lobes für diese Etappe. Vor allem die Posten in den Geröllfeldern mit den übermannshohen Felsen und Steinen waren auch knifflig anzuorientieren und erforderten eine gute Technik. Auch bei dieser Etappe präsentierte sich das Wetter ideal zum Laufen.

Interessanter City-OL in der Dreiflüssestadt Passau

Nach zwei Waldetappen stand in Passau ein Stadt-OL auf dem Programm, ausgerichtet vom SV Mietraching. Die dritte Etappe wurde auch als Wertungslauf für die Deutsche Park Tour 2018 gezählt. Anspruchsvolle Routenwahlen und viel Feinorientierung durch die Passauer Gassen kennzeichneten diesen Stadt-OL. Die längeren Bahnen führten die Läufer sogar bis zur Ortsspitze und hinüber zur Innstadt. Ein bei strahlendem Sonnenschein malerisch am Innufer gelegenes Ziel ließ die Herzen der Teilnehmer höher schlagen.

Am Nachmittag konnten die Teilnehmer die Stadt wahlweise per Schiff im Rahmen der Dreiflüsserundfahrt oder alternativ zu Fuß per Stadtführung erkunden. Beide Touren wurden sehr gut angenommen.

Niedrigwasser am Ruhetag

Nach drei Etappen folge ein Ruhetag, an dem eigentlich eine Schifffahrt von Kelheim durch den Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg geplant war. Leider konnte diese aufgrund des Niedrigwassers der Donau nicht stattfinden. Als Alternativprogramm wanderten einige Teilnehmer von Kelheim über die Befreiungshalle zum Kloster Weltenburg, andere fuhren mit dem Auto zum Kloster und verbrachten dort schöne Stunden im Biergarten.

Gut besucht war auch das ganztätig von der OLG Regensburg angebotene OL-Training im Kelheimer Forst rund um das "Frauenhäusl".

Vollgas durch die Gassen Regensburgs

Die von der OLG Regensburg ausgerichtete vierte Etappe führte die Tour-Teilnehmer in die historische Altstadt Regensburgs. Bereits mit dem Start über die Steinerne Brücke in Richtung Dom hatten die Ausrichter für die internationalen OL-Gäste etwas Besonderes vorbereitet. Danach ging es kreuz und quer durch die kleinen Gassen der Domstadt, wobei an diesem Tag das orientierungstechnische Niveau etwas einfacher gehalten war. Dennoch waren die Teilnehmer ob des erneut tollen Wetters einmal mehr in bester Laune.

Die setzte sich auch am Nachmittag beim Sightseeing in Regensburg fort. Wahlweise konnte die Stadtführung zu Fuß oder mit einem kleinen Stadt-Zug absolviert werden. Beide Angebote fanden guten Anklang.

Kniffliges Burgareal und steile Hänge beim Tourfinale in Landshut

Das Tourfinale, die fünfte Etappe, wurde in Landshut ausgetragen. Der ausrichtende OLV Landshut präsentierte den Teilnehmern ein tolles, direkt in der Burg Trausnitz auf der Schwedenwiese gelegenes Zielgelände mit nahegelegenem Stadtblick. Gleich vom Start weg warteten knifflige Postenverbindungen im Areal der Burg mit zahlreichen Treppen, Durchgängen und mehreren Ebenen. Der zweite Teil der Mitteldistanz-Bahnen führte die Teilnehmer in den Landshuter Hofgarten, wo die steilen Hänge eine akkurate Routenplanung erforderten, um nicht wertvolle Zeit zu verlieren. Mit dem Zieleinlauf durchs historische Schwedentor ging diese Abschlussetappe zu Ende.

Gut besuchte Siegerehrung im Landshuter Salzstadel

Den Abschluss der Bavarian Orienteering Tour markierte die Siegerehrung der Gesamtwertung im historischen Salzstadel von Landshut. Die Zeremonie war bestens besucht, nahezu alle Medaillengewinner in den 33 Kategorien waren anwesend. Der dritte Bürgermeister der Stadt Landshut Erwin Schneck zeigte sich ebenso wie Tour-Gesamtleiter Ralph Meißner beeindruckt von der Veranstaltung. Von den Teilnehmern gab es großen Applaus und im Nachgang auch noch viel Dank und Lob für das Organisationsteam und die Etappenausrichter.

Läufer aus 22 Ländern konnten in die Medaillenränge laufen. Am erfolgreichsten waren die Läufer aus der Tschechischen Republik mit sieben Siegen und aus dem Vereinigten Königreich mit sechs Siegen. Die meisten Medaillen holten aber die deutschen Läufer, 20 an der Zahl.

Einen großen Anteil daran hatten auch die bayerischen Orientierer. Sie holten vier Mal Gold durch Kristin Ritzenthaler (TSV Jetzendorf) in W 40, Ole Magnus Baath (TSV Jetzendorf) in M 14, Ralph Körner (OLV Landshut) in M 35 und Georg Reischl (TV Osterhofen) in M 80, sechs Mal Silber durch Pia Bisani (TSV Natternberg) in W 16, Josephine Ebert (TSV Jetzendorf) in W 35, Gertrud Liebl (TV Osterhofen) in W 50, Silvia Seidl (OLA TSV Deggendorf) in W 55, Jakob Oechler (OLV Landshut) in M 14 und Tihomir Despetovic (OC München) in M 21 Long, sowie sieben Mal Bronze durch Kayla Ritzenthaler (TSV Jetzendorf) in W 16, Christiane Geiger (OLA TSV Deggendorf) in W 50, Lukas Oechler (OLV Landshut) in M 10, Moritz Oechler (OLV Landshut) in M 12, Anton Tatzel (TV 1894 Coburg-Neuses) in M 14, Gerhard Werthmann (OLV Landshut) in M 65 und James Ebert (TSV Jetzendorf) in Beginners.

Auch in der Vereinswertung konnten die bayerischen Vereine unter den 117 Klubs gut abschneiden. Mit dem OLV Landshut auf Platz drei, dem TSV Jetzendorf auf Rang fünf, dem TV Osterhofen auf Platz sechs und dem TSV Natternberg auf Rang neun schafften es vier bayerische Vereine unter die Top Ten.

Nach der Siegerehrung trafen sich einige Teilnehmer ein letztes Mal zum Sightseeing - diesmal zur Führung durch die Landshuter Altstadt mit Martinskirche und Stadtresidenz - um dem Slogan der Veranstaltung "Orienteering meets History" ein weiteres Mal gerecht zu werden.

Text: Ralph Körner
Bilder: Walter Körner


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