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Seeger-Zwillinge trumpfen bei Junioren-WM auf

Kategorie: Orientierungslauf
25.07.2018 14:00

Staffelplatz neun und starke Einzelplatzierungen für Mareike Seeger und Isabel Seeger (beide OLG Regensburg) im ungarischen Kecskemét. Junioren-Weltmeistertitel für Deutschland!

Mareike Seeger zeigte insbesondere über die Mitteldistanz mit Rang 15 eine bärenstarke Leistung.

Mareike Seeger zeigte insbesondere über die Mitteldistanz mit Rang 15 eine bärenstarke Leistung.

Isabel Seeger mit vollster Konzentration auf dem Weg zu Platz 25 über die Mitteldistanz.

Isabel Seeger mit vollster Konzentration auf dem Weg zu Platz 25 über die Mitteldistanz.

Ausschnitt aus der anspruchsvollen Mitteldistanz-Bahn der JWOC 2018.

Ausschnitt aus der anspruchsvollen Mitteldistanz-Bahn der JWOC 2018.

Bereits frühzeitig hatten sich Bayerns derzeit beste Orientierungsläuferinnen, die Zwillingsschwestern Isabel und Mareike Seeger (beide OLG Regensburg) für die deutsche Nationalauswahl bei den Junioren-Weltmeisterschaften (JWOC) in Kecskemét (Ungarn) qualifiziert. Bereits in den Monaten vor dem Saisonhöhepunkt absolvierte das deutsche Juniorenteam um Nationaltrainer Thomas "Chrafti" Meier mehrere Trainingslager in Ungarn und anderen Ländern, um sich bestmöglich auf die Titelkämpfe vorzubereiten.

Die WM-Wettkampfwoche in Ungarn startete mit der Langdistanz. Im größtenteils offenen, gut belaufbaren und mit feinen Höhen durchsetzten Gelände haderten sowohl Isabel als auch Mareike mit ein paar kleinen Fehlern und ein paar Minuten Zeitverlust. Dennoch konnten sich sowohl Isabel auf Platz 56 als auch Mareike auf Platz 61 deutlich in die erste Hälfte des Feldes schieben.

Orientierungstechnisch äußerst anspruchsvoll war die Entscheidung über die Sprintdistanz. Zahlreiche, durch künstliche Sperren häufig nicht auf den ersten Blick klar erkennbare Routenwahlen, sowie zahlreiche detaillierte Innenhöfe und ein Wechsel aus Wohngebieten, Durchgängen, Brücken und weitläufigen Parks erforderten permanentes Mitlesen, ohne gleichzeitig zu sehr an Lauftempo einzubüßen. Beide Schwestern hatten nach eigenen Aussagen ein paar kleine "Schlenker" zu verzeichnen, zeigten sich aber dennoch mit den Plätzen 47 (Mareike) und 56 (Isabel) zufrieden. Für den Paukenschlag und das Highlight aus deutscher Sicht sorgte jedoch Colin Kolbe, der bei den Herren mit einem fantastischen Rennen sensationell zu Gold lief. Damit hat Deutschland nach 27 Jahren wieder einen Junioren-Weltmeister!

Die Qualifikation für das Mitteldistanz-Finale schaffte Mareike Seeger als Viertplatzierte ihres Vorlaufs problemlos, Isabel Seeger musste als 17. ihres Vorlaufes etwas zittern, qualifizierte sich aber im abwechslungsreichen Gelände mit gut belaufbaren Waldanteilen und diffizilem Gelb-Grün-Wechsel letztlich ebenfalls für den Endlauf. Dort gingen beide Schwestern äußerst konzentriert zu Werke, ließen sich von den äußerst anspruchsvollen Postenverbindungen durch das "Dickicht-Labyrinth" nicht aus dem Konzept bringen und konnten so ihre Fehlerzeit sehr gering halten. Isabel lief auf einen starken 25. Platz, Mareike schaffte sogar den Sprung auf Platz 15 des Klassements. Für beide war dies beim altersbedingt letzten JWOC-Einzellauf gleichzeitig die beste Platzierung.

Den Abschluss der Wettkämpfe bildete der Staffelwettkampf. Mareike Seeger als Startläuferin der deutschen Damenstaffel übergab an guter Position liegend mit nur gut einer Minute Rückstand auf die führende Staffel an Isabel Seeger, die an zweiter Position lief. Ohne größere Fehler konnte auch sie den Rückstand in Grenzen halten und übergab mit gut drei Minuten Rückstand auf die deutsche Schlussläuferin Birte Friedrichs. Diese konnte das Trio mit einem ebenfalls starken Lauf am Ende auf dem zehnten Platz ins Ziel bringen, bereinigt um doppelte Staffeln stand sogar der neunte Platz für das Team. Damit konnte das Ziel, die Top-10-Platzierung aus dem Vorjahr zu wiederholen, mit Bravour erreicht werden.

Text: Ralph Körner
Bilder: Veranstalter

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