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Sensationell: Bayern erobert Platz 3 beim ARGE ALP OL!

Kategorie: Orientierungslauf
16.10.2018 18:30

Erstmals schafft das bayerische Team beim seit 1991 ausgetragenen internationalen Alpenländerkampf den Sprung aufs Podest. Die bayerischen Athleten holen bei Staffel und Einzel je vier Medaillen.

Teamfoto des ARGE ALP Teams Bayern

Teamfoto des ARGE ALP Teams Bayern

Applaus für Teamchef Valerio Casanova nach der Motivationsansprache vor dem Staffellauf

Applaus für Teamchef Valerio Casanova nach der Motivationsansprache vor dem Staffellauf

Massenstart der Staffeln auf der Prodalp

Massenstart der Staffeln auf der Prodalp

Die Damenelitestaffel Isabel Seeger, Marei Lehner und Mareike Seeger auf auf Rang 3

Die Damenelitestaffel Isabel Seeger, Marei Lehner und Mareike Seeger auf auf Rang 3

Die D35-Staffel Kristin Hagen-Ritzenthaler, Katrin Lorenz-Baath und Anna Enborg auf Rang 2

Die D35-Staffel Kristin Hagen-Ritzenthaler, Katrin Lorenz-Baath und Anna Enborg auf Rang 2

Die D45-Staffel Jana Ropertz, Christiane Geiger und Milena Grifoni auf Rang 2

Die D45-Staffel Jana Ropertz, Christiane Geiger und Milena Grifoni auf Rang 2

Panorama vom Start des Einzellaufs auf dem Chrüz mit Blick auf den Walensee

Panorama vom Start des Einzellaufs auf dem Chrüz mit Blick auf den Walensee

Siegerehrung der Kategorien D/H 20 im Einzellauf mit Mareike Seeger auf Rang 3

Siegerehrung der Kategorien D/H 20 im Einzellauf mit Mareike Seeger auf Rang 3

Siegerehrung der Kategorien D/H 40 im Einzellauf mit Kristin Hagen-Ritzenthaler auf Rang 1

Siegerehrung der Kategorien D/H 40 im Einzellauf mit Kristin Hagen-Ritzenthaler auf Rang 1

Siegerehrung der Regionenwertung mit Teamchef Valerio Casanova für Bayern auf Rang drei

Siegerehrung der Regionenwertung mit Teamchef Valerio Casanova für Bayern auf Rang drei

Der ARGE ALP Orientierungslauf ist einer der traditionsreichsten OL-Wettbewerbe für die bayerischen Orientierungsläufer. Seit 1991 wird er alljährlich am zweiten Oktoberwochenende in einer der zehn ARGE ALP Mitgliedsregionen ausgetragen. In den vergangenen Jahren konnte sich das bayerische Team in der Spitzengruppe der Länderwertung festsetzen und mehrfach Rang vier erreichen. Bei der diesjährigen Auflage in Flumserberg (St. Gallen, Schweiz) gelang der geplante Angriff auf den dritten Platz. Erstmals schaffte es die Mannschaft um Teamleader Valerio Casanova (OLG Regensburg) aufs Länderkampf-Podest.

Die ausrichtenden Vereine OLG St.Gallen/Appenzell und OL Regio Wil präsentierten den rund knapp 700 Teilnehmern aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz zwei bestens organisierte OL-Tage bei strahlendem Spätsommerwetter, angenehmen Temperaturen und einer atemberaubenden Bergkulisse.

Bereits zum Staffellauf am ersten Tag ging es für die Teilnehmer mit der Bergbahn auf die Prodalp, wo auf knapp 1600 m Höhe das Zielgelände lag. Die Staffelteilnehmer erwartete ein steiles Almen- und Bergwaldgelände mit großen Wiesen und nur geringen Waldanteilen. Entsprechend hoch war der physische Anteil der orientierungstechnisch vergleichsweise einfachen Bahnen.

Die bayerischen Staffeln konnten gleich vier Medaillen erringen. Zu Silber liefen die D35-Staffel mit Anna Enborg, Katrin Lorenz-Baath und Kristin Hagen-Ritzenthaler und die D45-Staffel mit Christiane Geiger, Jana Ropertz und Milena Grifoni, Bronze errangen die Damenelite-Staffel mit Isabel Seeger, Marei Lehner und Mareike Seeger, sowie die H55-Staffel mit Guido Seeger, Roger Helling und Thomas Scheler. Nur zwei Sekunden zu Bronze fehlten dem viertplatzierten bayerischen H35-Trio, ebenfalls Vierter wurden die bayerischen Staffeln in D18 und H18, Fünfter das bayerische Team in H14.

In der Länderwertung lag das Bayernteam nach dem Staffellauf auf dem dritten Platz, jedoch nur mit knappem Vorsprung auf die starken Teams aus Graubünden und dem Trentino. Quartier bezog das rund 100-köpfige OL-Team Bayern in der Jugendherberge Schaan-Vaduz im Fürstentum Liechtenstein, wo am Abend sowohl die Analyse des Staffellaufes und Vorbereitung auf den Einzellauf als auch das gesellige Beisammensein im Team nicht zu kurz kamen.

Der Einzellauf wurde im benachbarten Gelände zum Vortag mit Zielareal auf der Tannenbodenalp auf knapp 1400 m Höhe ausgetragen. Zum Start wurden die Teilnehmer mit dem Sessellift auf das "Chrüz" mit über 1600 m transportiert, wo die erneut sehr steilen und ruppigen Strecken ihren Anfang nahmen. Die längeren Bahnen drangen auch bis in das Laufgelände des Vortages vor und erreichten Höhenlagen von knapp 1900 m. Durch die steilen Anstiege und Abhänge, sowie den ruppigen, unebenen Untergrund war an schnelles Laufen in vielen Teilen der Strecken nicht zu denken. Erneut war die physische Komponente entscheidend für gute Zeiten und Platzierungen.

Für den einzigen bayerischen Tagessieg sorgte Kristin Hagen-Ritzenthaler mit Bestzeit in D40, Silber errang Ole Magnus Baath in H14 und Bronze erliefen sich Kayla Ritzenthaler in D16 und Mareike Seeger in D20.

Gleich mehrere bayerische Athleten schrammten mit Platz vier knapp am Podium vorbei. Am knappsten erwischte es Thomas Scheler, der in H55 nur zwei Sekunden hinter Bronze lag. Doch auch den viertplatzieten Milena Grifoni in D50, Ronny Natho in H40 und Uwe Weid in H45 fehlte nicht viel zum Podium. Timon Lorenz in H18 und Philipp Schwarck in H20 wurden gute Fünfte, Juliane Burgmair in D12, Sophie Kraus in D18, Isabel Seeger in der Damenelite und Jana Ropertz in D50 belegten jeweils Rang sechs. Stark präsentierte sich unter anderem auch Korbinian Lehner als Zehnter der Herrenelite.

Zahlreiche weitere gute Platzierungen an diesem Tag brachten wertvolle Punkte in allen Kategorien und sorgten dafür, dass das bayerische Team das enge Rennen um die Podiumsplätze der Regionenwertung für sich entscheiden konnte. So war der Jubel im Bayernteam groß, als auf Rang fünf Graubünden und Rang vier Trentino verlesen wurde. Denn damit war klar, dass Bayern hinter dem siegreichen Ticino und den zweitplatzierten Gastgebern aus St. Gallen den dritten Platz unter den zehn ARGE ALP Regionen und unter den zwölf Regionen der offenen Wertung (mit den beiden Gastregionen Thurgau und Baden-Württemberg) errungen hatte. Als Teamchef Valerio Casanova auf dem Podium den Lohn für die wochen- und monatelange Vorbereitung und die Betreuung des Teams am Länderkampfwochenende erntete, strahlte er mit der schweizer Herbstsonne um die Wette.

Eine großartige Leistung des gesamten Bayernteams, das mit dem erstmaligen Erreichen des Podiums Geschichte geschrieben hat. Dieses gilt es natürlich im kommenden Jahr zu bestätigen und nach Möglichkeit zu wiederholen, wenn die ARGE ALP OL-Gemeinschaft nach Savognin zur nächsten Auflage des ARGE ALP OLs im schweizer Kanton Graubünden geladen ist.

Text: Ralph Körner
Bilder: Clemens Hartung, Guido Seeger, Roger Ebert

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