Landesfachtagung „Sport für Ältere“ am 26.-28.02.2016

Am letzten Februarwochenende war es wieder soweit. Die Gaufachwarte aus dem Fachbereich „Sport für Ältere“, zusammen mit der Landesleitung versammelten sich in der Sportschule Oberhaching zur jährlichen Fachtagung. Am Freitagabend nach der Begrüßung folgten die Berichte der Landesfachwartin Ursula Bauer und die der Gauvertreter über die Aktivitäten und durchgeführten Ausbildungen des vergangenen Jahres.

 

Samstagmorgen trafen sich die Tagungsteilnehmer/innen zusammen mit externen Lehrgangsteilnehmern/innen zur Fortbildung: „Turne bis zur Urne“ von Christoph Fox. Das Einführungsreferat über Bewegung im Alter zeigte allen Teilnehmern deutlich die Schwierigkeiten auf, einen individuellen moderaten Weg der Belastung zu finden, um den höchsten körperlichen Nutzen daraus ziehen zu können. Durch die Leistungsgesellschaft überfordern sich Ältere oft. Ein bisschen Laufen oder Radfahren ist nicht attraktiv genug sondern Marathon und Trans Alp muss es sein. So stellte sich die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist mit 50 noch wie ein 30 Jähriger sein zu wollen oder ob 70 wirklich das neue 50 ist. Das Ziel für die Bewegung mit Älteren bedeutet jedoch, über einen möglichst langen Zeitraum das höchste Maß an Selbständigkeit und Bewegungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern.

Jeder möchte alt werden, keiner möchte alt sein.

Der psychologische Effekt, degenerative und sonstige altersbedingte Veränderungen anzunehmen, trotzdem ein glückliches bewegtes Leben zu führen und sich nicht dem Alters Stigma zu unterwerfen, macht glücklich. Mit dieser Grundlage ist es möglich ganz Individuell ein Körpergefühl zu entwickeln, sich anzunehmen und sinnvoll mit Freude zu trainieren. Zirka ab dem 30. Lebensjahr beginnt der körperliche Abbau. Damit ist spätestens der Zeitpunkt gekommen kontinuierlich zu trainieren um dem körperlichen Verfall entgegen zu wirken, so die Worte von Christoph.

Erschreckend ist der Prozentsatz, dass nur 20% der Bevölkerung zwischen dem 40. und 80. Lebensjahr überhaupt Sport treiben. Unsere Aufgabe ist, diese 80% Bewegungslosen zu überzeugen in unsere Vereine zukommen. Dieser Schritt würde für sie maßgeblich die Chance erhöhen, möglichst lange mit einer hohen Lebensqualität selbstbestimmt leben zu können.

Im Praktischen Teil stellte Christoph Fox viele Möglichkeiten vor, wie altersgerechte Übungen durchgeführt werden können. Im Einsatz waren diverse Handgeräte wie z.B. Ballblasen, Therabänder und Handtücher. Christoph zeigte mit hoher fachlicher Kompetenz wie gezielt in die Jahre gekommene Muskulatur trainiert wird, ohne den Übenden zu überfordern. Der Entspannungsteil mit Autogenem Training und Atemübungen rundeten den Fortbildungstag perfekt ab.

Am Abend schoben die Teilnehmer der Landesfachtagung eine „heiße Kugel“ in der Kegelbahn, tauschten sich aus und als Abschluss wurden noch Koordinationsspiele mit hohem Spaßfaktor gespielt.

Sonntag wurde dann wieder ernst getagt und über die Vergabekriterien vom Qualitätssiegel „Treffpunkt Turnverein“, Öffentlichkeitsarbeit, das DTB Projekt Aufleben und die Jahresplanung 2016/17 diskutiert.

Nach einem leckeren Mittagessen trennten sich unsere Wege leider wieder. Schade, dass wir uns nur einmal im Jahr gemeinsam treffen können, da wir uns so gut verstehen. Was uns am meisten verbindet, ist die Liebe zum Sport und zu den Menschen, die wir in unseren Vereinen bewegen und betreuen.

Bis zum Nächsten Wochenende 2017, vielleicht mit ein paar neuen Gaufachwartinnen/en „Sport für Ältere“, aus den Gauen, wo noch weiße Flecken auf der Landkarte im Bereich S-Klasse sind.

Ulla Dietzel

  • Aktivtag 60 plus im Turngau Mittelfranken Süd:

    Ein Wohlfühltag für Dich und mich“


    Gesamturteil – eine gelungene Veranstaltung

    Sportlich – fordernd und fördernd, Rodondo hab ich in dieser Vielfalt von Übungen noch nicht erlebt

    Felsenkeller – höchst interessant

    Ärztin – praxisbezogen und engagiert

    Verpflegung – super, auch wenn es beim Mittagessen zu Engpässen kam, die wohl auf die Unvernunft einiger Teilnehmer/Innen entfallen. Kuchenbuffet  hervorragend!

    Die Schwabacher Frauen verdienen uneingeschränktes Lob für ihr Engagement. (Zitat)


    Dieses Gesamturteil eines Teilnehmers vorweg sagt schon sehr viel aus. - Doch nun zum Ablauf: Die Vorsitzende des Gastgebervereins TV 1848 Schwabach, Gerda Braun, begrüßte die ca. 65 Teilnehmer(innen) aus 7 Vereinen, bevor Fanny Seitz, Gaufachwartin für die S-Klasse im Turngau Mfr. Süd zur Praxis aufrief.


    Lou Reitter vom gastgebenden Verein begeisterte mit einer intensiven und vielfältigen Gymnastik mit dem Redondo-Ball, während in der Nachbarhalle Fanny Seitz zu Tanz, einem kleinen Krafttraining mit Theraband und anschließender Entspannung aufforderte. Ein kurzes Spiel zum Gehirn-Training beschloss diese Übungseinheit


    „Natur pur“ - Zu gleicher Zeit befand sich die dritte Gruppe auf dem Sportplatz, um sich unter Anleitung von Ulla Dietzel bei herrlichem Wetter in der frischen Luft intensiv zu bewegen. Dies galt auch gleich als Aufforderung, Bewegung bei allen möglichen Gelegenheiten in den Alltag zu integrieren.


    Anschließend wurde dieses Sportprogramm wiederholt, damit jeder Teilnehmer sich noch eine andere Einheit auswählen konnte.


    Nach dem „Sport“ ging es nun zur „Bildung“: Frau Dr. Weigl, selbst sportlich aktiv, erläuterte anschaulich und detailliert, warum regelmäßige Bewegung für Gesundheit und Wohlfühlen so wichtig ist. Jeder Zuhörer konnte dies nachvollziehen – denn die hier Anwesenden hatten meist schon jahrelange Erfahrung als Aktive!


    Für das Mittagessen sorgte der Wirt der Vereinsgaststätte – und Kaffee, Kuchen und Obstsalat hatten die Damen des TV 48 hervorragend vorbereitet, so dass alle kulinarischen Wünsche erfüllt wurden.


    Nun folgte der „Kultur“-Teil: Besichtigung der Franzosenkirche, wo uns unser Führer, Herr Huber, bereits erwartete. Sehr kompetent, launig und humorvoll brachte er uns die Besonderheiten der Kirche nahe und informierte ausführlich über die Auswirkungen der Hugenotten-Zuwanderung auf Schwabachs Entwicklung.

    Sehr interessant war auch die „Abstieg“ in einen Felsenkeller – für die meisten ein einmaliges Erlebnis. Wenn es dort auch kalt und dunkel war – Herr Huber konnte seinen Zuhörern wieder interessante Neuigkeiten bieten.


    Gerne machten wir uns – nun wieder im Sonnenschein –auf den Weg zurück zur TV-Halle, um dort Kaffee und Kuchen zu genießen. Als wir uns gegen 16:30 Uhr trennten, ernteten die Veranstalter viel Lob.


    Unsere Teilnehmer waren rundum begeistert. Von allem etwas, das macht so ein Treffen richtig abwechslungsreich. Danke auch nochmal an Dich und alle Helfer. (Zitat)

    Fanny Seitz, Gaufachwartin S-Klasse