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Turnerinnen des TV Kempten gelingt der Durchmarsch in Liga 3

Kategorie: Turnbezirk Schwaben, Turngau Allgäu, Gerätturnen
27.11.2019 22:14

Nach nur einem Jahr in der Regionalliga steigt der TV Kempten direkt in die dritte Bundesliga auf.

Die Turnerinnen des TV Kempten

Fassungslos standen sie am Ende auf dem Podest - mit einem herausragenden zweiten Platz beim letzten Regionalligawettkampf in Gäufelden gelang den Kunstturnerinnen des TV Kempten die Sensation. In ihrem ersten Jahr in der deutschen Turnliga gelang den Allgäuerinnen auf Anhieb der Direktaufstieg in die dritte Bundesliga. Trainerin Astrid Schober erinnert sich: "Während der Siegerehrung fingen wir schon an zu rechnen. Doch auch wenn wir alle zum gleichen Ergebnis kamen - bis zur offiziellen Verkündung der Gesamttabelle fühlte sich alles noch an wie ein Traum."

Und auch die Mädchen sind sich einig: "Dritte Bundesliga, das klingt fast schon unwirklich." Zumal der Weg zu diesem Traumergebnis alles andere als einfach war. Die gesamte Saison war Vorjahresstammturnerin Miriam Kartas (16) verletzungsbedingt ausgefallen, zu Beginn der Saison musste ebenfalls auf die Routiniers Emma Dempf (16) und Franziska Dietrich (30) verzichtet werden. In Gäufelden musste nun auch Nina Maisel (15) aufgrund eines Bänderrisses absagen.

"Jede dieser Turnerinnen war essentiell im Kampf um den Einstieg in die Regionalliga im letzten Jahr, daher war es nicht immer leicht diese Ausfälle zu kompensieren.", erinnert sich Schober. Immer öfter waren die Nachwuchsturnerinnen gefragt. Aurelia Remplik (13) und Nina Müller (14) rückten in die Startaufstellung nach. Unterstützt wurden die Allgäuerinnen zudem vom österreichischen Ausnahmetalent Berta Schwaninger (13), die zusammen mit Trainerin Rebekka Siegel längst zum Team des TV Kempten dazugehört.

Gemeinsam erturnte sich das Team im ersten Wettkampf im Juli einen tollen vierten Platz - und machte damit einen wichtigen Schritt in Richtung Saisonziel Klassenerhalt. Der lang ersehnte Höhepunkt in der Ligasaison folgte dann im Oktober, vor über vierhundert Zuschauern in heimischer Halle gelang es dem jungen Team zum ersten Mal eine Podestplatzierung zu erturnen. Vor dem dritten Wettkampftag lagen die Kemptenerinnen damit aussichtsreich auf Rang drei der Gesamttabelle.

Aufgrund einer Umstrukturierung des Ligasystems durften in diesem Jahr erstmals gleich drei Mannschaften aus der Regionalliga in die dritte Bundesliga aufsteigen - doch so einfach sollte das Wunder nicht wahr werden. Ein unglücklicher Durchgang am Sprung mit gleich zwei ungültigen Sprüngen verhinderte ein besseres Ergebnis und führte dazu, dass das Team in der Gesamttabelle abrutschen sollte.

"Aufgrund der ungünstigen Tabellenkonstellation war der Aufstieg eigentlich nicht mehr zu schaffen.", erinnert sich Schober. Doch ihre Schützlinge sollten ihr das Gegenteil beweisen. Bereits am ersten Gerät, dem Stufenbarren, lieferten Aurelia Remplik, Emma Dempf, Laura Dick, Hannah Geiger und Berta Schwaninger Spitzenvorstellungen. Damit ging der Tagessieg am Stufenbarren nach Kempten. Nicht ganz optimal lief es am Zittergerät Schwebebalken, doch Franziska Dietrich, Aurelia Remplik, Hannah Geiger und Laura Dick brachten ihre eleganten Übungen weitgehend sicher durch. Abermals war es die junge Österreicherin Berta Schwaninger, die mit einer grandiosen Darbietung gespickt mit Höchstschwierigkeiten die Kampfrichter begeistern und die höchste Wertung erturnen konnte. Insgesamt reichte es am Balken somit zum drittbesten Mannschaftsergebnis - das Team war weiter auf Erfolgskurs. "Am Boden sind die Mädels über sich hinausgewachsen!", freut sich Trainerin Sarah Schober. Abermals konnten sich Hannah Geiger, Laura Dick und Berta Schwaninger unter den Top Ten der Einzelwertung platzieren und auch Emilie Pippert holte wertvolle Punkte. Auch der Tagessieg am Boden ging ins Allgäu.

Mit gemischten Gefühlen ging es zum Sprung. Doch die Sorgen sollten diesmal unbegründet bleiben - mit dem drittbesten Teamergebnis konnte man auch hier voll zufrieden sein. "Auch wenn der Aufstieg unwahrscheinlich war, wollten wir die Saison natürlich mit dem bestmöglichen Ergebnis abschließen.", resümiert Schober. Doch dass es mit dem bestmöglichen Ergebnis sogar noch zum Aufstieg reichen sollte, damit hatte keiner gerechnet. Umso größer war die Freude während der Siegerehrung, und auch danach wollte das Grinsen nicht mehr aus den Gesichtern weichen. "Nächstes Jahr turnen wir dann zwei Ligen unter den deutschen Nationalturnerinnen, ein tolles Gefühl und eine große Motivation für die kommende Trainingszeit.", waren sich die Mädchen einig.

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